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Dr. Margit Raich

Universitätsassistentin am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Was haben Sie studiert? Motivation für Studium?

Für mich war ein Studium eigentlich nicht geplant, ich kam viel mehr über meinen Freundeskreis zum betriebswirtschaftlichen Studium. Angefangen hab ich mit IWW, musste allerdings aufgrund des Mangels an Auslandsplätzen auf BWL umsatteln. Nebenbei studierte ich noch WIPÄD, und merkte nach meinem Schulpraktikum, dass dies doch nicht das Richtige für mich war. Den erste Abschnitt habe ich nicht gut in Erinnerung, dort kam ich mir in der Masse eher verloren vor. Im zweiten Studiumsabschnitt habe ich mich auf die Fächer Tourismus und Unternehmensführung spezialisiert. Insgesamt habe ich mehr Kurse besucht als notwendig waren und auch manche wieder abgebrochen, wenn sie mir weniger zusagten. Das Ausprobieren hat mir sehr weitergeholfen das für mich Richtige zu finden.

Was hat Ihnen persönlich am Studium gefallen?

Die Kombination aus Theorie und Praxis. Einerseits den theoretischen Hintergrund zu erfahren, andererseits konnten Vortragende aus der Wirtschaft uns Studenten mit ihren Praxiserfahrungen ihre Sichtweisen und Standpunkte näher bringen.

Wo sehen Sie den Nutzen Ihres Studiums für Ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten?

Auf der Universität lernt man, auch wenn dies während des Studiums nicht immer so empfunden wird, Lösungen für verschiedenste Frage- und Problemstellungen zu suchen und aus den Alternativen auszuwählen. Dies ist dann im Beruf von großer Relevanz. In diesem Zusammenhang spielt auch die Selbständigkeit eine große Rolle. Wenn man seine Ziele erreichen will, muss man etwas dafür tun.

Beschreiben Sie bitte Ihren beruflichen Werdegang?

Schon während des Studiums habe ich immer gearbeitet. Zum Ende meines Studiums ergab sich aus meiner Praxisdiplomarbeit ein größeres Projekt, an dem ich mitwirken konnte. Dadurch war ich bereits sehr stark in das Institutsleben mit eingebunden. Dann kam das Angebot, mich doch für eine Assistentenstelle zu bewerben. Ich bekam sie. Nun ist dies schon 8 Jahre her. Ich lehre, forsche und wirke an Praxisprojekten mit. Es macht sehr viel Freude, vor allem der Freiraum und die Vielseitigkeit an dem Institut. Man kann sehr viel bewegen. In näherer Zukunft möchte ich mich gerne habilitieren und dann ist es offen, was mit mir passieren wird, da mein Vertrag demnächst auslaufen wird. Ich werde mich den neuen Herausforderungen stellen. Es kommt immer darauf an, was man selber daraus macht. Eine positive Einstellung dazu ist hilfreich.

Tipp

Die Kombination mit anderen Studien stellt sehr viele Chancen dar: sowohl für sich persönlich als auch für die zukünftigen Jobmöglichkeiten. Auch Erfahrungen in der Praxis in diversen Jobs während des Studiums sammeln. Und vor allem die Neugierde sowie Neues lernen zu wollen bewahren. Ansonsten ist man auf der Universität fehl am Platz und sollte sich nach Alternativen umsehen. Ich glaube, man tut sich selber nichts Gutes, wenn das Interesse fehlt.

Spruch

"Wenn Du Dich nicht vom alten Ufer abstößt, kannst Du nie das neue Ufer erreichen." Wenn man dies nicht lebt, dann kann man sich nicht weiterentwickeln und lernen. Deshalb ist dieses Motto für mich so wichtig. Aber auch keine leichte Aufgabe, da man all zu schnell in alte Verhaltensmuster verfällt. Ständige Reflexion ist in diesem Zusammenhang wichtig. Dies gilt für das Leben generell, und natürlich auch für das Studieren.
 
 
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Für das Dokument verantwortlich: Zur Zeit keiner - Zuletzt geändert am 13. Mai 2006 von Ewald Natter
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